Sie blähten ihre Mundbacken

Vor wenigen Tagen saß ich mit Freundin Isburga Dietrich vor den Mikrofonen in meinem Arbeitszimmer. Wir sprachen für meinen Podcast über die Kraft der Musik. Doch erst einmal zeigte mir Isburga, studierte Musikerin und seit über 30 Jahren Leiterin des Kirchenchors von St. Ludgerus Aurich, Übungen zur Stimmlockerung.

Auch zur Stimmungs-Lockerung taugte die Leibesertüchtigung bestens. Wir ballerten uns in Lungenhöhe die Fäuste auf den Leib, hampelten herum und wiegten uns, als wären wir Bäume im Wind.

Wir blähten unsere Mundbacken und ließen sie schlackern, tätschelten sie mit Patschhänden ab und erkannten prustend an der jeweils anderen, dass wir bei all dem munteren Getue ziemlich extravagant aussahen. Ich stellte mir vor, wie Isburga bei den Proben ihren Kirchenchor einstimmt: nicht mit zwei Hampelfrauen, sondern mit einem herrlichen Gemischt-Leute-Ensemble, alle ausgestattet mit Ballerfäusten, Patschhänden, Schlackerbacken - und nicht nur nebenbei mit ganz viel Empathie füreinander.

Ich verstand auf Anhieb, warum sich die Chorleute so wohl in der Sangesgemeinschaft fühlen. Auch bei Isburga und mir hinterließen die Frischeübungen beste Resultate. Wir begaben uns nach getaner Tat an die Mikrofone. Und siehe da: Unsere Worte perlten wie frisch geölt von den Stimmbändern,

freut sich herzlich eure

Blattflüsterin

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