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    SACHBEGRIFFE |
Weckenbrock, Bernhard
Schuhfabrikant in Wetten und in Kevelaer | * 1933

Bernhard WeckenbrockAb 1964
konzentrierte sich die Wettener Schuhfabrik Brauers auf die Produktion von Sportschuhen, nachdem sie bisher vor allem Bundeswehrkampfstiefel und Unfallverhütungsschuhe hergestellt hatte.

Berni Weckenbrock. Foto: Winfried Janssen 82013)

Voraussetzung für die Umstellung war der Kauf der Marke "Hummel-Hummel". Diese Firma hatte 1923 in Hamburg mit der Produktion von bestollten Fußballschuhen begonnen. Im Zweiten Weltkrieg war ihr Produktionsstandort fast völlig zerstört worden. 1956 hatte dann Bernhard Weckenbrock die Marke "Hummel" übernommen und die Produktion nach Kevelaer verlegt. "Hummel" war seinerzeit nach "adidas" und "puma" die drittgrößte Sportschuhfabrik in Deutschland, allerdings inzwischen notleidend. Weckenbrock erwarb die "Hummel"-Spezialmaschinen und die Markenrechte für 40.000 Mark.

Bernhard WeckenbrockBernhard (Bernie) Weckenbrock, Betriebsleiter bei Brauers an der Marienstraße, erläuterte damals, dass das Wettener Unternehmen auf die nachlassende Nachfrage nach Bundeswehrstiefeln habe reagieren müssen. Es sei nach Alternativen für die Produktion gesucht worden, und mit "Hummel-Hummel" habe man eine Lösung gefunden.

1956 übernahm Bernhard Weckenbrock die Marke "Hummel" und die Produktion.

1971 beschäftigte Firmeninhaber Weckenbrock im Hauptwerk in Kevelaer 55 Mitarbeiter. Wie gut die Verbindungen zu internationalen Spitzensportlern und -mannschaften bereits waren, zeigten die vielen Vereinswimpel in Weckenbrocks Büro. Acht Handelsvertreter beschäftigte Weckenbrock. Dazu kam der Export in die EWG-Länder und in die USA. Auch zum Ostblock bestanden erfolgreiche Kontakte. Das Hummel-Hummel-Sortiment war inzwischen erweitert worden um Trainingsanzüge sowie Fuß- und Handbälle.

Bernie Weckenbrock genügte es nicht, sich unternehmerisch für den Sport zu engagieren. Er brachte sich in die Kevelaerer Sportszene ein und gehörte beispielsweise ab 1970 dem neuen Vorstand des TuS Kevelaer mit Manfred Jacobs und Heinz Koppers an. Weckenbrock war einer der "Architekten" der Fusion des TuS mit dem Ballspielverein Kevelaer, woraus dann der Kevelaerer Sportverein entstanden ist.

Diesem neuen Großverein stellte sich Bernie Weckenbrock mit seinem Sachverstand und seinen Verbindungen ebenfalls ehrenamtlich zur Verfügung. Auch dem ersten KSV-Vorstand unter dem Vorsitzenden Dr. Peter Hein gehörte Weckenbrock als Mitglied an (Beirat). Später übernahm Weckenbrock für acht Jahre den Vorsitz des Förderkreises des KSV Kevelaer. Als er die Aufgabe an Klaus Bercker abgab, hatte Weckenbrock gerade das Amt eines Abteilungsleiters Fußball im KSV übernommen. Auf diese Aufgabe wollte sich Bernie Weckenbrock nun konzentrieren.

Im Herbst 2013, zum 80. Geburtstag von Bernie Weckenbrock, sind er und seine Frau Annegret (geb. Brauers) seit fast 50 Jahren verheiratet.

"hummel" ist heute ein erfolgreicher dänischer Hersteller von Sportbekleidung und -schuhen mit Sitz in Aarhus. 1975 war die Firma von den bisherigen dänischen Importeuren übernommen worden.

© Martin Willing 2012, 2013