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    SACHBEGRIFFE |
Abels Fleisch- und Wurstwaren
Hans Zimmermann nominiert für den Marketingpreis der Stadt 2013

Laudatio auf Abels Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG (Hans Zimmermann), gehalten von Bernd Pool am 20.11.2013:

„Schwein gehabt“ – das gilt bei unserer nächsten Nominierung wohl im doppelten oder auch übertragenen Sinne – und es gilt sogar täglich. „Schwein gehabt“, also „Glück gehabt“, heute nominiert zu sein. Nein – nicht „Glück gehabt“ ist Grundlage für eine Nominierung. Unternehmerisches Können und Geschick, Nachhaltigkeit, innovatives und marktorientiertes Verhalten sind die Kriterien für die Nominierung durch die Jury.

Ein gewisses Quäntchen Glück braucht jeder – auch jedes Unternehmen. Doch „Schwein haben“ ist für unser nominiertes Unternehmen eindeutig wichtiger – nein, ohne geht es gar nicht. 400 bis 500 Schweinehälften pro Woche und Tage mit 10 Tonnen Frischfleisch sind Normalität. Gearbeitet wird in Nacht- und Tagschicht – und eben genau in dieser Reihenfolge. Gestartet wird mit der Nachtschicht um 21.00 Uhr und der Betrieb schließt mit der Tagschicht gegen 17.00 Uhr. Damit wird fast rund um die Uhr gearbeitet. Etwa 40 Festangestellte und einige Aushilfen stemmen die tägliche Arbeit in den Zerlege- und Verpackungsräumlichkeiten an der Industriestraße 25 im Gewerbegebiet in Kevelaer.

Der eine oder andere ahnt es vielleicht schon. Bei dieser Nominierung handelt es sich um die Abels Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG. Dieses Unternehmen im Kevelaerer Gewerbegebiet kennen Viele, auch über die Grenzen Kevelaers hinaus. Denn bei diesem Unternehmen sprechen wir nicht von einer Metzgerei im herkömmlichen Sinne, sondern von einem Großhandels-Unternehmen in der Lebensmittelbranche. Nicht Sie und ich mit unserem wöchentlichen Einkauf sondern hauptsächlich der Gewerbekunde ist Adressat der Fleischwaren, die täglich per LKW oder Kleintransporter die Hallen des Unternehmens verlassen.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die „Macher“ von einst und heute.

Manfred Abels übernahm im Jahr 1982 den Metzgereibetrieb „Martin Schoenen“ in Wetten und baute diesen Betrieb kontinuierlich weiter aus, um dann im Jahre 1998 aus Platzgründen den Umzug ins Gewerbegebiet, sprich zur Industriestraße 25, vorzunehmen.

Hans Zimmermann, einst Auszubildender im Betrieb „Josef Iding“ in Kevelaer, war nach seiner Ausbildung Angestellter bei Martin Schoenen. In diesem Betrieb kreuzten sich erstmals die Wege von Manfred Abels und Hans Zimmermann – doch ein gemeinsamer Weg war hier noch lange nicht in Sicht. Hans Zimmermann besuchte die Meisterschule in Heidelberg, übernahm anschließend in der Zeit von 1982 bis 1984 die Metzgerei im Rewe-Markt in Wetten und startete damit in die Selbstständigkeit. Danach folgte die Übernahme der Metzgerei Böhm in Kevelaer an der Wember Straße. In den Jahren 1985 bis 2010 wuchs die Metzgerei kontinuierlich und belieferte nach und nach auch immer mehr Großkunden in der näheren Umgebung.

„Die Einführung von EG-Nummern wurde für die Auslieferung an Großkunden gesetzlich vorgeschrieben, unser Platzbedarf für die Bevorratung, die Notwendigkeit des Nachweises einer bestimmten Betriebsgröße sowie die vorgeschriebene Anzahl an Kühlhäusern machte es erforderlich, nach neuen Wegen und damit nach einem neuen Standort zu suchen“, so Hans Zimmermann. „Ich wollte den eingeschlagenen Weg weitergehen und musste mich entscheiden.“

Hans Zimmermann wurde schließlich im Jahre 2011, zunächst mit Manfred Abels zusammen, Geschäftsführer der Abels Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG und übergab seine Metzgerei an der Wember Straße an seinen langjährigen Mitarbeiter Daniel Bos. Im Jahre 2012 zog sich Manfred Abels in den wohlverdienten Ruhestand zurück und Hans Zimmermann wurde nunmehr alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter.

Wenn man den Betrieb an der Industriestraße betritt, erwartet einen neben einer Verkaufsstelle für Fleisch- und Wurstwaren, die für Jedermann eine Vielzahl von Artikeln anbietet, vor allem ein Betrieb, der bereits auf dem ersten Blick eins erkennen lässt: Hier werden Lebensmittel in großem Umfang verarbeitet und zum Versand fertig gestellt. Männer und Frauen in weißen Kitteln und Haube oder Haarnetz gehen ihren vielfältigen Beschäftigungen nach. Die vielen fleißigen Hände haben ein großes Pensum zu schaffen und das will geplant und bewältigt werden.

Das muss aber auch kontrolliert, registriert, dokumentiert und gemäß den unbeugsamen Vorschriften der Lebensmittelbranche entsprechend sorgsam gehandhabt werden. Hier herrscht keine Hektik aber emsige Betriebsamkeit, denn der Kunde ist mit einer guten, zertifizierten Qualität pünktlich zu bedienen. „Unser Unternehmen gehört zu einen der wenigen zertifizierten Betriebe im Kreis Kleve“, so Hans Zimmermann.

Die Fahrzeuge von Abels Fleisch- und Wurstwaren sind ganztägig unterwegs. Zwei 7,5 Tonnen LKWs gehen auf Nachttour, die übrigen Kleintransporter sind ab 5 Uhr morgens unterwegs und bedienen die Kundschaft, teils täglich, teils im Zwei- bis Drei-Tage-Rhythmus. Immer auf den Bedarf des Kunden abgestimmt. Die Kunden des Unternehmens sind am Niederrhein, im Rheinland und im Ruhrgebiet zu finden. Zu dem Kundenstamm gehören verschiedene Edeka- und Rewe-Märkte sowie Metzgereien aller Größen ebenso wie beispielsweise Krankenhäuser, Altenheime, Hotels, Restaurants und Imbissbetriebe.

Auch das „Lindchen“, hier in der Region und weit darüber hinaus bekannt, gehört ebenfalls zu den Kunden. Wer kennt Sie nicht, die Mettwurstwochen und das vielfältige Angebot dieses Bauernmarktes? „Schwein haben“ – das reicht bei diesem Kunden nicht aus. Für die legendären Mettwurstwochen beim „Lindchen“ werden nur Pfalzdorfer Landschweine für die Verarbeitung verwendet. Das ist Bedingung des Großkunden – und dem wird man bei Abels Fleisch- und Wurstwaren gerecht.

Aber nicht nur Großkunden, sondern auch Sie und ich, wir alle können uns täglich von der Auswahl und der Qualität der Fleisch- und Wurstwaren überzeugen. Die Theke des Unternehmens an der Industriestraße steht auch allen Endverbrauchern zur Verfügung. Und der Kevelaerer weiß genau, zur Grillsaison ist dort der erste Anlaufpunkt und Schlange stehen ist hier oft ein Muss, wenn man in den Genuss des begehrten und vielfältigen Grillgutes kommen möchte.

Dem Großkunden und dem Endverbraucher täglich aufs Neue gerecht zu werden, eine hohe Qualität zu gewährleisten, und diese über die Stadtgrenzen hinaus erfolgreich zu vertreiben, saisonale Produkte ebenso zu liefern, wie die täglichen Bedarfe zu erfüllen, die es auch im Metzgereihandwerk gibt, das ist das tägliche Geschäft, das Hans Zimmermann mit seinem Mitarbeiterstab täglich fast rund um die Uhr stemmt. Für diesen unternehmerischen Weitblick bedarf es mehr als einfach nur „Schwein“.

Es bedarf auch der Unterstützung eines harmonisch funktionierenden Umfeldes. Seine Ehefrau hielt Herrn Zimmermann über all die Jahre den Rücken frei, so dass er sich auf die Führung und den Ausbau des Unternehmens konzentrieren konnte. Sein Blick nach vorn umfasst aber auch seine Kinder. Sein Sohn Max, der zurzeit eine Ausbildung im Fleischerhandwerk absolviert, sowie seine Tochter Laura, die den Beruf der Groß- und Außenhandelskauffrau erlernt, werden in den nächsten Jahren in das Unternehmen einsteigen und ihren Vater unterstützen, um eines Tages selbst das Unternehmen zu leiten.

Sehr geehrter Herr Zimmermann,

die Mitglieder der Jury 2013 waren sich einig, die Abels Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG gehört zu den nominierten Unternehmen für den Marketing-Preis-Kevelaer 2013.

Herzlichen Glückwunsch!

Nominiert für den Marketingpreis 2013
Abels Fleisch- und Wurstwaren (Hans Zimmermann)
Biesemann, Astrid Landhausmoden in Kevelaer
Brüggemeier, Burkhard Marketingpreisträger der Stadt im Jahr 2013 (Gewinner)

© Martin Willing 2012, 2013