Erinnerungen ZWEI LEBEN der Journalisten Delia Evers und Martin Willing
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INHALTSVERZEICHNIS

MARTIN WILLING

Amtsblatt und die Folgen (2)

Hatz auf den Bürgermeister / Skandal-Artikel „Trauer an der Stange"

Nach der entscheidenden Ratssitzung am 24. Mai 2005 meldete das KB: „Das Kävels Bläche ist ab sofort wieder Amtsblatt der Stadt Kevelaer - so wie in den 114 Jahren von 1881 bis 1995.“ Der entsprechende Ratsbeschluss war einmütig.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der Bürgermeister wurde in der „Rheinischen Post“ übel angegangen: „So mancher will sich ein Plätzchen am Herzen des Bürgermeisters sichern. Denn Dr. Axel Stibi weckt den Eindruck, dass er sich nicht lumpen lässt, wenn es darum geht, Gefolgsleute oder Lobhudler zu belohnen, mit städtischen Posten oder sonstigen Wohltaten.“

Und selbst vor einem Tabubruch scheute die Zeitung nicht zurück - mit ihrem Beitrag „Trauer an der Stange“ vom 16. August 2005:

Nach dem Tod zweier Kommunalpolitiker in Kevelaer ordnete die Stadt Trauerbeflaggung an. Eine Maßnahme, die von streng Gläubigen möglicherweise nicht gerne gesehen wird - immerhin beging einer der beiden Suizid.

Innerhalb kurzer Zeit verlor die Stadt Kevelaer kürzlich zwei verdiente Mitglieder des Rates (die RP berichtete). Am 28. Juli starb > Thomas Flacke, Vorsitzender des Bauausschusses und seit 1994 Mitglied des Rates. Nur eine Woche später, am 4. August, starb > Heinz Daniels, Vorsitzender des Seniorenbeirates, sachkundiger Bürger und von 1964 bis 1969 Ratsherr.

In beiden Fällen ordnete Bürgermeister Dr. Axel Stibi eine jeweils eintägige Trauerbeflaggung am alten Rathaus an. „Die Stadt wollte damit ihre Betroffenheit ausdrücken; schließlich handelt es sich bei den Herren um Bürger, die sich jahrelang in öffentlichen Gremien für die Belange der Stadt eingesetzt haben“, erklärt Georg Joosten, Pressesprecher der Stadt.

Nach einer Verwaltungsvorschrift können die Kommunen aus eigener Entscheidung flaggen, wenn dies „aus örtlicher Veranlassung im öffentlichen Interesse geboten oder wünschenswert erscheint“. Dr. Stibi veranlasste daraufhin an die Kevelaerer Stadtfahne einen Trauerflor anzubringen. „Der Bürgermeister hat das Mandat der Bürger angenommen, und so kann er auch alleine entscheiden, ob er diese Maßnahme für angemessen hält“, meint Joosten.

Stibi hat damit offenbar im Sinne der Fraktionen gehandelt. „Ich halte es für eine gute Entscheidung - unabhängig vom Parteibuch der Verstorbenen“, sagt etwa Stefan Jansen, CDU-Fraktionsvorsitzender und Parteifreund von Thomas Flacke.

Doch zumindest in diesem könnte eine Tatsache gerade im streng katholischen Kevelaer bei dem einen oder anderen Gläubigen Stirnrunzeln hervorrufen - nämlich, dass der Verstorbene Suizid begangen hat. Im Mittelalter wurden solche Menschen nicht kirchlich beerdigt. Und auch heute noch sehen Teile der katholischen Kirche den Selbstmord als Sünde. So widerspricht er laut den Moral-Geboten des Katechismus der natürlichen Neigung des Menschen, sein Leben zu bewahren. Gott habe dem Menschen sein Leben geschenkt; wir sind nicht Eigentümer unseres Lebens, sondern lediglich Verwahrer und dürften daher nicht darüber verfügen.

Der Selbstmord sei eben auch Mord, verstoße also gegen das Gebot, nicht töten zu sollen, und das Gebot der Nächstenliebe, denn er zerreiße die Bande der Solidarität mit der Familie. Dennoch bete die Kirche auch für Menschen, die sich das Leben genommen haben.

Georg Joosten betont, es gehe bei der Trauerbeflaggung nicht um die Art des Todes, sondern die Stadt wolle dadurch eine Art Nachruf für den Verstorbenen zum Ausdruck bringen. „Der Verlust eines Menschen ist immer tragisch, es gibt keine Wertigkeit im Tod“, betont Joosten.

Und Dechant Alois van Doornick, der den Trauergottesdienst für Thomas Flacke gehalten hat, sagt, die katholische Kirche lege heute niemandem mehr Schuld auf, wenn er Suizid begehe - insbesondere dann nicht, wenn er unter einer schweren Krankheit leide. „Da hat sich die Kirche deutlich geändert, und viele Argumente gegen diese Sichtweise sind von gestern.“

Selten brachte ein Zeitungsartikel die Kevelaerer Öffentlichkeit so auf wie dieser Beitrag, der mit „Trauer an der Stange“ überschrieben war. Ich reagierte darauf im KB (18.8.2005):

Trauer an der Stange

Als Bürgermeister Dr. Axel Stibi die Forderung eines RP-Redakteurs zurückwies, die „Rheinische Post“ müsse für ihn die „Nummer eins“ in Kevelaer sein, drohte der Journalist unverhohlen. Stibi setzte sich mit einer Erklärung in öffentlicher Sitzung zur Wehr. Seitdem erscheinen immer wieder Artikel, in denen Stibi angegriffen oder herabgesetzt wird. Das Ziel kennt er aus dem Mund des Redakteurs, der sich rühmte, schon mit anderen Rathäusern fertig geworden zu sein. Diesen Hintergrund sollten die Kevelaerer kennen, die sich am Dienstag über den unglaublichen Artikel „Trauer an der Stange“ in der RP zu Recht empört haben: In der mittelalterlichen Mottenkiste wurde nachgekramt, um einen Aufhänger dafür zu finden, Stibi zu diskreditieren, weil dieser für zwei verstorbene Kommunalpolitiker Trauerbeflaggung veranlasst hatte. Dafür wurde in Kauf genommen, dass der Familie des Verstorbenen zusätzliches Leid zugefügt, die Würde des Toten verletzt und seine kirchliche Aussegnung in Frage gestellt wurden.

Einen solchen Tabubruch habe ich in meinem 40-jährigen Berufsleben noch nicht erfahren. (...) Die Schwelle ist überschritten, bis zu der die Regel gilt, dass sich eine Zeitung in ihren Spalten nicht mit der Konkurrenz beschäftigt. Hier geht es um mehr als eine beklagenswerte Boulevardisierung der Gelderner Zeitung. Bei niederträchtiger Behandlung von Menschen muss Öffentlichkeit hergestellt werden. Sie ist der wirksamste Schutz.

Es hagelte Leserbriefe - aber sie erschienen nicht, wie die Autoren gegenüber dem KB, dem sie Durchschriften zuleiteten, beklagten. In einem Brief an die RP-Herausgeber hieß es: „Unser Fraktionsmitglied hinterlässt eine Frau und drei schulpflichtige Kinder. Er war seit längerem krank und die Tatsache, dass er den Freitod gewählt hat ist für die Angehörigen in einer Kleinstadt, eine über die Trauer hinaus gehende, schwierige Situation. Das dieses Thema von Ihrer Lokalredaktion aufgegriffen wird und in solch verabscheuungswürdiger Form veröffentlicht wird, ist für mich unvorstellbar.“ Und: „Wenn, wie hier geschehen die Todesursache eines Ratsmitgliedes Gegenstand der Kritik am Verhalten eines Bürgermeisters ist, so ist dies geschmacklos.“

Aus einem anderen Brief an die RP: „Dieser Artikel ist an Schamlosigkeit und Pietätlosigkeit nicht zu übertreffen. Die Privatfehde zwischen der Rheinischen Post Geldern (...) und dem Bürgermeister der Stadt Kevelaer, Dr. Axel Stibi, macht nun auch vor trauernden Angehörigen keinen Halt. (...) Sie haben sich mit diesem Bericht ein großes Armutszeugnis ausgestellt, für das es aus unserer Sicht keine Entschuldigung gibt.“

Ein SPD-Mitglied wandte sich an das KB: „Selten hat mich ein Artikel in der Rheinischen Post so aufgebracht wie dieser. Aus niederen Beweggründen maßt sich ein Journalist (?) an, über Menschen und deren Handeln zu urteilen, ohne über die Folgen für die Betroffenen nachzudenken. Unser Bürgermeister wird dem Kreuzfeuer standhalten, aber der Artikel trifft auch Menschen in wesentlich schwächeren Positionen.“

Wir hatten zwar unverzüglich klar Position bezogen und unserer Bestürzung über den journalistischen Tabubruch Ausdruck verliehen, aber weil die zuständige Zeitung in Geldern zunächst keine Anstalten machte, die vielen Leserbriefe zu veröffentlichen, wurden wir eindringlich gebeten, die Briefe ersatzweise abzudrucken. Ich antwortete einer Leserin, die uns zu dem Vorgang in der RP geschrieben hatte:

Für Ihren engagierten Leserbrief danke ich Ihnen sehr. Sie sprechen mir aus der Seele. Uns sind inzwischen viele Briefe zugegangen - bis auf Ihren Brief ausnahmslos Abschriften von Briefen an die „Rheinische Post“ mit der Bitte, dass wir sie veröffentlichen (offenbar sträubt sich die RP gegen den Abdruck der vielen Leserbriefe).
Wir sind in einem außerordentlich schwierigen Abwägungsprozess, für dessen Lösung wir uns noch eine Woche Bedenkzeit verordnet haben. Höchste Priorität hat für uns unsere Verpflichtung gegenüber dem Verstorbenen und seinen Angehörigen. Wir müssen ganz sicher sein, dass sich die unmittelbar Betroffenen über die Folgen einer öffentlichen Erörterung des in der Tat einmaligen, unglaublichen Falls bewusst sind. Diese Klärung steht noch aus.

Da der Fall auch eine politische Dimension hat, werden in der kommenden KB-Ausgabe (Nr. 34) zunächst Stellungnahmen aus dem politischen Raum publiziert.
Wir kommen auf Ihren Brief bald zurück und informieren Sie, wie wir uns grundsätzlich entschieden haben.

„Neben zahlreichen Leserreaktionen erreichten uns Stellungnahmen von Politikern zu dem von Lesern als unanständig empfundenen Tabubruch durch eine Zeitung“, meldete das KB am 25. August 2005 und brachte etliche Briefe im Wortlaut. Dazu hieß es:

Bis zum KB-Redaktionsschluss am Mittwoch, 24.8., war keiner dieser Briefe veröffentlicht - ein angesichts der brisanten Vorwürfe höchst ungewöhnlicher Akt; andere riefen in der RP-Redaktion an und machten ihrem Unmut Luft. Wohl einmalig für unseren Raum ist der Vorgang, dass Politiker verschiedener Parteien bzw. Fraktionen sich mit Schreiben und einer Resolution an die Herausgeber der Rheinischen Post wandten, um ihren Protest gegen die Berichterstattung zu bekunden.
So schreibt CDU-Stadtverbandschef Dr. Frank Wackers von Empörung und Unverständnis über die RP-Berichterstattung. Die SPD fragt, „wie man einem derart pietätlosen, die ethischen Maßstäbe und die Verantwortung des eigenen Berufsstandes missachtenden Journalismus begegnen kann?“; und die Grünen schreiben an die RP-Herausgeber, der Fraktion sei angesichts der herabwürdigenden Berichterstattung die Zornesröte ins Gesicht gestiegen. Sie fordert eine Entschuldigung bei der betroffenen Familie, auch wenn dies „bei der Familie des Verstorbenen das Geschehene nicht ungeschehen machen kann“.

Derweil haben mehrere RP-Leser, deren Briefe die Rheinische Post bisher nicht veröffentlicht hat, das Kevelaerer Blatt gebeten, ihre Schreiben ausgehend von der KB-Berichterstattung über den Fall in vollem Wortlaut zu publizieren. Gleichwohl beschränkt sich das Kevelaerer Blatt - in dieser Ausgabe - auf die Stellungnahmen der Politik.

Dann erschienen nach tagelangem Schweigen doch noch einige Briefe oder Auszüge davon in der „Rheinischen Post“. Sparkassenchef Gerd Blombach schrieb: „Der Respekt vor Toten und Lebenden verbietet in dieser Form unter dem Deckmantel der Trauerbeflaggung Kritik an der Maßnahme zu üben.“ Ivonne Voß fand „offengestanden keine Worte für den Bericht ‚Trauer an der Stange‘. Pressefreiheit hin oder her, ich frage mich ehrlich, ob die RP auch mal darüber nachgedacht hat, was sie mit diesem Bericht den Hinterbliebenen des Verstorbenen antut!?“

Ursula Ries und Franz Girmes erklärten: „Gott sei Dank leben wir aber auch im ‚streng katholischen Kevelaer‘ schon lange nicht mehr im Mittelalter. Der Beitrag macht uns sehr betroffen.“ Brigitte Kempen-Hohl mahnte: „Die christliche Botschaft ist nicht die Frage von gut oder böse, sondern von Liebe, Versöhnung und Vergebung.“ Alfred Sürgers meinte: „Wenn unser Bürgermeister beim Tod von Ratsmitgliedern Trauerbeflaggung anordnet, verdient das Respekt. Ja, wir können schon stolz sein auf unseren neuen Bürgermeister.“

Ralf Metsch kritisierte: „Indem Sie den tragischen Tod des Menschen Thomas Flacke jetzt dazu benutzen, eine nächste, allerdings sehr niedere Runde Ihres zweifelhaften Kampfes gegen unseren Bürgermeister einzuläuten, überschreiten Sie die Grenze des Erträglichen. Mit einer beispiellosen Ignoranz gegenüber den Gefühlen der trauernden Familie des Verstorbenen, insbesondere gegenüber seiner Frau und den drei Kindern, stellen Sie vollkommen pietätlos die Trauerbeflaggung in Kevelaer in Frage, die aus Menschlichkeit und Ehrerbietung gegenüber die um die Stadt Kevelaer verdienten Menschen angeordnet wurde. Angehörige, Freunde und ungezählte Bekannte, die dem Tod immer noch fassungslos gegenüberstehen, beleidigen Sie zudem ob Ihrer Trauer."

Und Paul Niersmann reagierte: „Der journalistischen Sorgfaltspflicht genügt die Berichterstattung keineswegs! In Kevelaer - und nicht nur dort - pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass nämlich die Berichterstattung in Sachen Dr. Stibi eine Retourkutsche dafür ist, dass auf Beschluss des Rates die RP nicht mehr amtliches Bekanntmachungsorgan der Stadt Kevelaer ist.“

Umfangreich war auch die intern gebliebene Korrespondenz. Leser, die sich an die „Rheinische Post“ gewandt hatten, informierten das KB über die Antworten, die sie von der Chefredaktion erhalten hatten. Von Düsseldorf aus wurde der Fall durch Abwiegeln abgewickelt:

Auch wenn unsere Berichterstattung in dem von Ihnen angesprochenen Fall, wie ich ausdrücklich betonen möchte, der journalistischen Sorgfaltspflicht genügt hat, bin ich über unsere Veröffentlichung nicht glücklich. Ich habe in Gesprächen mit der Redaktion sichergestellt, dass sie sich nicht wiederholen wird. Ihre Unterstellung, dass wir Bürgermeister Dr. Stibi schlecht darstellen würden, muss ich jedoch zurückweisen.

Sogar gegenüber der Witwe des Ratsherrn, der aus dem Leben geschieden war, konnte sich Chefredakteur Sven Gösmann nicht zu einer Entschuldigung durchringen und riet ihr, ihren Leserbrief zurückzuziehen. Sie hatte geschrieben:

Für mich ist es unfassbar, dass Sie den Tod eines Menschen dazu benutzen, das Handeln von Politikern in Frage zu stellen. Ja, mein Mann hat sich das Leben genommen. Durch eine furchtbare Krankheit konnte er es nicht mehr ertragen. Aber er war unseren Kindern immer ein lieber, fürsorglicher Vater und mir ein guter, verantwortungsvoller Ehemann.

Der Tod meines Mannes ist für uns sehr schmerzlich, doch der Gedanke daran, dass er endlich seinen Frieden gefunden hat, ist uns ein Trost.

Wenn ich dann jedoch so einen Artikel lesen muss, macht es mich wütend, dass man versucht, Selbstmord als eine Sünde darzustellen.

Ich glaube fest daran, dass Gott meinen Mann bei sich aufnehmen wird, denn Gott weiß, er wollte leben, aber er konnte es nicht.

Zitat aus einem Trauerbrief: „In einer für Thomas Flacke nicht mehr überschaubaren Ausweglosigkeit hat er sich selbst das Tor zu einem anderen Leben weit geöffnet. Es war sein Wille und sein Wunsch und von daher verdient er von allen den menschlichen Respekt.“ - und genau mit diesem Respekt hat Herr Dr. Axel Stibi gehandelt!

Chefredakteur Gösmann antwortete auf diesen bewegenden Brief: „Eine Veröffentlichung“ würde „nur weitere Aufmerksamkeit auf den Tod Ihres Mannes lenken“. Er sprach der Witwe sein Beileid aus und wünschte „Ihnen und Ihrer Familie die nötige Kraft, um diesen Verlust zu ertragen, und Gottes Hilfe, um die gewiss sehr schwierige Situation zu meistern.“

Gösmann räumte zwar ein, „Ich habe meine Redaktion angewiesen, in künftigen Fällen sensibler mit der von Ihnen erwähnten Problematik umzugehen“, aber letztlich verteidigte er selbst in dem Brief an die Witwe die unglaubliche Entgleisung seiner Redaktion: Die „Berichterstattung“ habe, „wie ich ausdrücklich betonen möchte, der Selbstverpflichtung der Presse genüge getan“.

Selten lag ein Chefredakteur menschlich und sachlich mehr daneben als in diesem Fall.

Als am 6. September 2005 der Ausschuss tagte, dem der verstorbene Ratsherr vorgestanden hatte, erhoben sich alle Anwesenden zu Ehren des Toten von ihren Plätzen. Anschließend verwahrte sich Sitzungsleiter Heinz-Josef van Aaken gegen die Berichterstattung in der „Rheinischen Post“ und bezeichnete sie als „nicht hinnehmbar.“

Die Niederschrift der Sitzung vermerkte: „Die Ausschussmitglieder teilten diese Auffassung einvernehmlich.“

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© Martin Willing 2012, 2013